Mittag braucht Tempo
Im Mittagsgeschäft sitzen Gäste 40 Minuten, nicht zwei Stunden. Etwas mehr Bewegung in der Musik passt zum Ablauf — abends wäre genau das falsch.
Ladenfunk · Gastronomie
Mittagstisch und Abendkarte sind zwei verschiedene Betriebe im selben Raum. SIDtunez Radio wechselt das Programm automatisch mit der Uhrzeit — im Gastraum, auf der Terrasse und an der Theke jeweils eigenständig. GEMA-frei und GVL-frei, mit Nachweis für die Ablage.
Ohne Installation · läuft im Browser · pro Standort und Zone abgerechnet
Die Ausgangslage
Kaum ein Gewerbe wechselt die Stimmung so oft am Tag wie die Gastronomie. Um 9 Uhr Frühstück, um 12 Uhr Mittagsgeschäft im Takt, um 15 Uhr Kaffee und Kuchen, um 20 Uhr Abendkarte. Eine Playlist kann das nicht abbilden.
Im Mittagsgeschäft sitzen Gäste 40 Minuten, nicht zwei Stunden. Etwas mehr Bewegung in der Musik passt zum Ablauf — abends wäre genau das falsch.
Zur Abendkarte gehört Musik, die den Raum füllt, ohne Gespräche zu stören. Ruhiger, wärmer, mit weniger Vordergrund.
Auf der Terrasse gibt es keine Wände, die den Klang halten — und Nachbarn, die mithören. Der Außenbereich braucht ein eigenes, zurückhaltenderes Programm.
Gastronomie steht bei Verwertungsgesellschaften besonders im Blick. Bei einer Nachfrage liegt die Nachweispflicht beim Betrieb — nicht beim Musikanbieter.
Kernstück
Jede Zone bekommt ihr eigenes Programm, und innerhalb der Zone wechselt es mit dem Betriebsablauf. So sieht ein typischer Tag in einem Restaurant mit Terrasse aus:
Beispielhafte Belegung. Zonen, Zeiten und Programme stellst du selbst im Wochenplaner ein — und für jeden Wochentag anders, wenn du magst.
Der Wochenplan gilt je Wochentag. Am Ruhetag bleibt er einfach leer, und für die Terrasse lässt sich das Programm passend zur Sperrzeit enden — ohne dass abends jemand daran denken muss.
Sobald bei euch live gespielt wird oder ein DJ auflegt, ist das eine Veranstaltung — dafür verlangt die GEMA eine Titelliste, und zwar innerhalb von sechs Wochen. Was dann zu tun ist, steht im Beitrag Musikfolgebogen: was jetzt zu tun ist.
Der Hinweis auf die Tageskarte läuft im Gastraum, die Happy Hour nur an der Theke. Eigene Sprachaufnahme hochladen, Zone und Zeitfenster wählen — die Musik wird währenddessen automatisch leiser.
Zuschnitt
Abgerechnet wird pro Standort und Zone — nicht nach Sitzplätzen, Fläche oder Umsatz. Die einzige Frage ist: Wie viele Bereiche sollen unterschiedlich klingen?
Bis etwa 40 Plätze, ein durchgehender Raum. Eine Zone genügt — das Programm wechselt trotzdem mit der Uhrzeit, vom Frühstück bis zum Nachmittag.
Etwa 50 bis 150 Plätze. Innen und außen brauchen getrennte Programme, schon wegen der Lautstärke draußen. Mit eigener Theke kommt eine dritte dazu.
Mit Nebenzimmer, Saal oder Biergarten. Feiern und Tagungen laufen parallel zum normalen Betrieb — und brauchen dann eigene Musik oder gar keine.
Platzzahlen als Orientierung. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern die Zahl der Bereiche, die getrennt klingen sollen. Zonen lassen sich jederzeit ergänzen — etwa nur für die Sommermonate mit Terrassenbetrieb.
Rechnung
Der Unterschied liegt nicht im Abo, sondern in dem, was daneben anfällt. Bei GEMA-pflichtiger Musik kommen die Abgaben an die Verwertungsgesellschaften hinzu — und die richten sich in der Gastronomie unter anderem nach der Fläche.
Bewusst ohne Beträge zur GEMA: Deren Tarife hängen von Fläche, Öffnungszeiten und weiteren Faktoren ab und ändern sich jährlich. Die aktuellen Sätze stehen im Tarifrechner der GEMA. Unsere Preise findest du auf der Preisseite.
Praxis
Kein Techniker, keine Installation. Das Radio läuft im Browser — meist auf einem Gerät, das ohnehin schon da ist.
Ein günstiges Tablet oder ein kleiner Mediaplayer am vorhandenen Verstärker. Für die Terrasse empfiehlt sich ein eigenes Gerät, damit sich die Lautstärke getrennt regeln lässt.
Im Browser einloggen, Zone auswählen — ab da läuft der hinterlegte Wochenplan. Beim Öffnen morgens muss niemand etwas einstellen.
Einmal am Verstärker einpegeln. Alle Titel sind auf einen einheitlichen Pegel gebracht — kein Song springt plötzlich heraus, wenn gerade das Lokal voll ist.
Bestätigung der GEMA- und GVL-Freiheit herunterladen und zu den Betriebsunterlagen legen — griffbereit für den Fall einer Nachfrage.
Fragen
Technisch: nur, wenn dort etwas anderes laufen soll als drinnen. Das ist meist sinnvoll, weil draußen leisere und zurückhaltendere Musik passt und die Sperrzeit gilt. Soll überall dasselbe laufen, genügt eine Zone mit mehreren Geräten am selben Programm.
Live-Musik und DJ-Auftritte sind Veranstaltungen und werden getrennt behandelt. Dafür verlangt die GEMA eine Titelliste, üblicherweise innerhalb von sechs Wochen nach der Veranstaltung — auch dann, wenn ausschließlich gemafreie Stücke gespielt wurden. Das SidTunez Radio betrifft davon nur die Hintergrundmusik im normalen Betrieb.
Die Bestätigung, dass die eingesetzte Musik GEMA- und GVL-frei ist, und auf Anforderung eine Titelliste (Cue Sheet) der gespielten Stücke. Beides stellen wir bereit; das Cue Sheet erzeugt das System automatisch. Der Ablauf steht im Beitrag Was tun, wenn die GEMA einen Musikfolgebogen verlangt?
Ja. Sprachaufnahme als MP3 oder WAV hochladen und einer Zone samt Zeitfenster zuordnen — etwa der Hinweis auf die Tageskarte mittags im Gastraum oder die Happy Hour abends an der Theke. Die Musik wird währenddessen automatisch leiser und danach wieder aufgeblendet.
Das regeln die örtlichen Vorschriften und die Sperrzeit — dazu können wir keine verbindliche Auskunft geben, das klärst du mit deiner Gemeinde. Was das Radio dazu beiträgt: Alle Titel sind auf einen einheitlichen Pegel gebracht, es gibt also keine Ausreißer nach oben. Und der Wochenplan kann das Programm draußen zu einer festen Uhrzeit beenden.
Ja. Jeder Betrieb ist ein eigener Standort mit eigenen Zonen und eigenem Wochenplan. Bei mehreren Standorten lohnt sich ein Gespräch über die Konditionen — schreib uns einfach an.
Jede Woche 60 Minuten kostenlos reinhören — direkt im Browser. Genug Zeit, um in Ruhe zu prüfen, ob der Klang zu deinem Haus passt.